Viele Rentnerinnen und Rentner sind gestern meiner Einladung zu einer Info-Veranstaltung mit unserem Finanzminister Mathias Brodkorb zur Rentenbesteuerung gefolgt.

Der Finanzminister konnte die Besucher grundsätzlich erstmal beruhigen, denn ein Teil der Rente ist gar nicht steuerpflichtig. Zunächst gilt auch für Rentner ein steuerlicher Grundfreibetrag (Existenzminimum), der steuerfrei ist. Er beträgt für das Jahr 2017 8.820 €.

Weiterhin spielt der „Rentenfreibetrag“, also der Teil der Rente, der nicht zu versteuern ist, eine wichtige Rolle. Dieser richtet sich nach dem jeweiligen Renteneintrittsalter. Für Rentner, die 2005 oder davor in Rente gegangen sind, sind 50 % der Rente steuerpflichtig.  Auch Rentner können dann noch ihre Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung sowie andere Vorsorgebeiträge – zum Beispiel Haftpflicht- oder Unfallversicherung – steuerlich geltend machen. Für sie gelten grundsätzlich dieselben Regelungen wie für Arbeitnehmer.

Finanzminister Brodkorb nutzte die Veranstaltung, um auf das neue „Amtsveranlagungsverfahren“ aufmerksam zu machen. Dieses Verfahren richtet sich an alle, die Leistungen von Trägern der gesetzlichen Rentenversicherung, der landwirtschaftlichen Alterskasse, aus berufsständischen Versorgungskassen oder Pensionskassen beziehen und weiter keine Einkünfte haben. Die Nutzung erspart Zeit und Kosten, die für eine Einkommenssteuererklärung anfallen würden.

Mathias Brodkorb und Thomas Beyer, der die Veranstaltung moderierte, machten die Anwesenden darauf aufmerksam, bei speziellen Fragen zu ihrer Besteuerung am besten das Finanzamt zu kontaktieren.

Einen Vordruck für das „Amtsveranlagungsverfahren“ finden sie unter www.steuerportal-mv.de.