Als Mitglied im Bildungsausschuss werde ich in dieser Wahlperiode wieder alle Schulen in Wismar besuchen. Heute war ich zu Gast in der Claus-Jesup-Schule und in der Integrierten Gesamtschule.

Wenn ein Kind den Anforderungen der Grundschule bzw. der weiterführenden Schule trotz aller Bemühungen nicht gerecht wird und alle Fördermöglichkeiten erschöpft sind, können die Erziehungsberechtigten und die zuständige Schule einen Antrag zur Feststellung des Sonderpädagogischen Förderbedarfs stellen. Das ist Voraussetzung für einen Schulbesuch an der „Claus-Jesup-Schule Förderschwerpunkt Lernen“. Viele der Schülerinnen und Schüler haben neben hohem sonderpädagogischem Förderbedarf im Lernen auch im Förderschwerpunkt der emotionalen und sozialen Entwicklung besondere Auffälligkeiten und benötigen hier zusätzliche sonderpädagogische Förderung.

An dieser Schule kann auch die Berufsreife durch ein freiwilliges 10. Schuljahr erworben werden, darauf ist die Schulleiterin Vera Walleiks stolz. Für dieses Projekt hat sie lange gekämpft. Das Projekt wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds der Förderperiode 2014 bis 2020 und des Landes Mecklenburg-Vorpommern gefördert.

Die IGS ist eine Ganztagsschule. Zurzeit lernen ca. 450 Schüler an der Schule, Tendenz steigend. Sie werden von 34 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet. Den Schülern wird eine Frühbetreuung vor der ersten Unterrichtsstunde angeboten. Der Blockunterricht erleichtert nicht nur die Schultaschen, sondern kommt auch dem projektorientierten Unterricht entgegen. Neben Arbeitsgemeinschaften und zahlreichen Wahlpflichtangeboten gibt es eine Hausaufgabenbetreuung und eine LRS- Förderung. Die Berufsfrühorientierung findet ihre praktische Umsetzung in dem Praxislerntag für die Klassen 8 und 9. Zahlreiche Betriebe in Wismar bieten Schülern die Möglichkeit, ins Berufsleben hinein zu schnuppern.

Schulleiterin Dr. Obermeier betonte, dass dringend Lehrer gebraucht werden, um den steigenden Schülerzahlen gerecht zu werden.