Der Bundestagsabgeordnete Frank Junge und ich gehörten in diesem Jahr wieder zu den vielen Vorlesern beim bundesweiten Vorlesetag, der jedes Jahr am dritten Freitag im November stattfindet und eine gemeinsame Initiative von DIE ZEIT, Stiftung Lesen und Deutsche Bahn Stiftung ist.

Wir haben bereits heute in der Fritz-Reuter-Grundschule in einer ersten und zweiten Klasse vorgelesen. Die lustigen Kinderbücher von Christine Nöstlinger „Konrad oder das Kind aus der Konservenbüchse“ und „Schulgeschichten vom Franz“ wurden in diesem Jahr zum Vorlesen ausgewählt.

Seit 2007 wird der Bundesweite Vorlesetag um eine Vorlesestudie ergänzt. Sie zeichnet ein aktuelles Bild der Vorlesepraxis in deutschen Familien und die Auswirkungen des Vorlesens auf die Entwicklung von Kindern.  Die Vorlesestudie 2016 beschäftigt sich mit der Frage: „Was wünschen sich Kinder?“ Sie stellt die Bedürfnisse, Erwartungen und Wünsche in den Mittelpunkt, die Kinder mit Blick auf das Vorlesen haben. Welche Faktoren tragen dazu bei, dass das Vorlesen von Kindern als gelungen wahrgenommen wird, es ihnen Spaß macht und sie sich mehr davon wünschen? Alle Informationen zur Vorlesestudie 2016 sowie zu allen Vorlesestudien seit 2007 finden Sie unter www.stiftunglesen.de/vorlesestudie.

Vorlesen hat in jedem Fall einen positiven Einfluss auf die Entwicklung von Kindern. So verfügen Kinder, denen regelmäßig vorgelesen wird, über einen deutlich größeren Wortschatz als Gleichaltrige ohne Vorleseerfahrung, haben im Schnitt bessere Noten und später mehr Spaß am Selbstlesen. In etwa jeder dritten Familie in Deutschland bekommen Kinder von ihren Eltern zu selten oder nie vorgelesen, deshalb ist dieser Vorlesetag so wichtig.