FullSizeRender (5)In der Tischlerwerkstatt v.l.: Tilo Gundlack, Katja Podlasly, Mathias Podlasly

Die Werkstatt der Podlaslys in der Claus-Jesup-Straße 17 vereint Historie mit Moderne. 1928 eröffnete Alfred Knauth die Tischlerei, erzählt Katja Podlasly. Zu DDR-Zeiten leitete Helmut Augspach den Betrieb. Bei ihm war Mathias Podlasly in die Lehre gegangen. Podlasly machte mit 22 Jahren seinen Meister und übernahm 1988 die Werkstatt. Viel verändert hat sich in den Räumen nicht, lediglich einige neue Maschinen sind dazu gekommen. Das Konzept basiert auf Nachhaltigkeit und einer umweltschonenden wie traditionellen Bauweise. Es muss nicht immer etwas Neues sein, so der Fachmann. Zumal die Qualität vieler neuer Möbelstücke oft nicht überzeugt, meint Katja Podlasly von Beruf Innenarchitektin.

Wir sind die einzige Tischlerei, die in der Innenstadt noch übrig ist, sagt Podlasly. Also die einzige, die noch richtig produziert. Die Zentrumsnähe ist den beiden wichtig. Tischlermeister Podlasly fährt auch oft noch mit dem Handwagen durch die Altstadt und liefert seine Ware aus.

Viele Türen, Portale oder Inventare in Wismar tragen Podlaslys Handschrift. So beispielsweise die Hirsch-Apotheke und die St. Nikolai-Kirche. Sein Wissen und seine Leidenschaft gibt Podlasly gern weiter an den Nachwuchs. Viele Auszubildende oder Praktikanten von der Jugendbauhütte konnten davon profitieren.

Zur Zeit wird ein Raum der Stille in der Georgenkirche gestaltet und ein Lektorenpult für eine Kirche in Bastorf wird heute noch ausgeliefert.

 

 

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