Ilim Timberv.l. Werksleiter Christoph Zöchling, Tilo Gundlack, MdL, Geschäftsfüher Carsten Doehring

 

Mit 500 Beschäftigten auf einer Fläche von gut 20 Hektar zählt das größte Sägewerk Europas zu den Hauptakteuren im Holzcluster. Unter den Beschäftigten gab und gibt es nur eine geringe Fluktuation. Das heißt ein fester Mitarbeiterstamm mit gut 20 Jahren Erfahrung vor Ort bildet das Rückgrat von Ilim Nordic Timber Wismar. Der eigene Bereich Instandhaltung wurde in den letzten Jahren aufgestockt, um unabhängiger und flexibler agieren zu können. Rund 30 Auszubildende vor allem Holzbearbeitungsmechaniker erhalten eine Berufsausbildung und haben vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten in einer Branche mit Zukunft. Gerne würde Ilim noch mehr junge Leute in Wismar ausbilden, erklärten mir Carsten Doehring, Geschäftsführer der beiden deutschen Werke und der Wismarer Werksleiter Christoph Zöchling. Die schulischen Voraussetzungen der Bewerber sprechen aber dagegen.

Seit 2010 gehören die Werke in Wismar und in Landshut (Bayern) zur Ilim Timber-Gruppe mit Hauptsitz in Petersburg. Zu Ilim Timber gehören noch drei Werke in Russland und zwei in den USA. Die österreichische Klausner-Gruppe, die das Wismarer Werk 1998 gegründet hatte und stark auf den US-Markt ausgerichtet war, musste im Zuge der Finanzkrise mehrere Tochterfirmen verkaufen. So auch das in Wismar.

2,2 Mio. Festmeter Rundholz, vor allem Fichte und Kiefer, werden pro Jahr verarbeitet. Rund 60 Prozent der Schnittholzproduktion werden nach Australien, Afrika, USA und innerhalb Europas exportiert. Der überwiegende Teil des angelieferten Holzes gelangt über den Seehafen ins Werk und die fertigen Bretter gehen auch auf dem Seeweg in die Welt. Wismars Lage an der Ostsee ist ein entscheidender Vorteil. Den Transport per Schiene würde Christoph Zöchling gerne vorantreiben, aber die Deutsche Bahn ist hier kein verlässlicher Partner.

Die in unmittelbarer Nähe zum Werk befindlichen Unternehmen verarbeiten die im Säge- und Hobelwerk anfallenden Sägerestholzprodukte (Hackschnitzel, Hobel- und Sägespäne) zu hochwertigen Produkten wie Spanplatten, Fußbodenbeläge und zu Produkten für die Zellstoffindustrie. Über ein Förderband werden die Sägereste schnell und umweltschonend an die weiterverarbeitenden Firmen transportiert. Sonst würden noch mehr LKWs den jetzt schon enormen Verkehr im Holzcluster weiter verschärfen. Hier wollen das Holzcluster und der Seehafen noch enger zusammenarbeiten und neue Lösungen vorantreiben.

 

 

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